St. Aldegundis



St. Aldegundis ist selbstverständlich die älteste der drei Kirchen im Gemeindeverband Leverkusen Rheindorf / Hitdorf.tl_files/kirchenverband/Pictures/Aldegundis2_online.jpg
Ihre erste urkundliche Erwähnung fällt in das Jahr 1170, als der Probst von St. Kunibert dem Kloster Dünnwald 20 Morgen Land der Rheindorfer Kirche zur Pacht überließ. Die Gründung der Kirche dürfte allerdings bereits im 8. Jahrhundert gelegen haben. Der Vater Karls des Großen, Pippin, setzte hier an dieser Stelle mit einer Fähre über den Rhein, wenn ihn sein Weg von Köln nach Kaiserswerth führte.
Der Name der Kirche leitet sich von der Pfarrpatronin, der heiligen Aldegundis, ab, die als erste Äbtissin des Klosters von Maubeuge an der Westgrenze Frankreichs wirkte. Sie wurde als Tochter von Waldebertus I. und seiner Frau Bertilla geboren und lebte mit ihren Eltern auf Schloss Cousolre im Hennegau, nicht weit von Maubeuge. Sie starb am 30. Januar 695.

Zur Architektur:
Der älteste Teil der Kirche, der dreigeschossige romanische Wehrturm, stammt aus dem 12. Jahrhundert, wobei seine Fundamente allerdings schon aus der Karolingerzeit datieren. Die beiden Untergeschosse sind aus Bruchsteinen errichtet, das Obergeschoss aus Ziegeln dürfte aus dem 15. Jahrhundert stammen. Die Vermutung liegt nahe, dass es mit dem Einbau des gotischen Portals 1477 gebaut wurde. Weitere drei Jahrhunderte später, zwischen 1774 und 1777 entstand das einschiffige Langhaus, überdacht mit einem flachen Tonnengewölbe. Zum Ende des zweiten Weltkriegs wurde auch diese Kirche wie St. Stephanus durch Granatbeschuss schwer beschädigt. Als Folge stürzte 1946 auch der hohe gotische Spitzhelm des Kirchturms zusammen. Er wurde 1947 durch den heutigen, niedrigeren ersetzt.

 

tl_files/kirchenverband/Pictures/Aldegundis_innen_online.jpg tl_files/kirchenverband/Pictures/Orgel_online.jpg
   

Innenraum:
Aus der gleichen Zeit wie der Saalbau stammt auch die „Inneneinrichtung“ im Rokokostil mit Hochaltar und Orgelempore.
Der Hochaltar trägt auf der linken Seite die Kirchenpatronin, Aldegundis, im Gewand der Äbtissin von Maubeuge mit Stab und Buch der Ordensregeln. Auf der rechten Seite sieht man den heiligen Sebastian. In der Mitte befindet sich Maria, die Jesus auf dem Arm trägt.

Quelle: Skript „Führung durch St. Aldegundis“, Wikipedia

tl_files/kirchenverband/Pictures/Aldegundis_online.jpg tl_files/kirchenverband/Pictures/Maria_online.jpg tl_files/kirchenverband/Pictures/Sebastian_online.jpg


zurück